Rentner, und nun?

Geschafft!

Gerade eben habe ich meinen Rentenbescheid aus dem Briefkasten gezogen. Seit dem 01.07.2016 beziehe ich nun eine Rente wegen voller Erwerbsminderung, gültig bis 2022, dann erhalte ich meine Altersrente. Also unbefristet, volle Pulle…

Und dabei hatte ich mir schon ernsthaft Gedanken gemacht, was mit meiner Krankenkassenmitgliedschaft geschieht, wenn der Rentenbescheid weiter auf sich warten lässt. Zu diesem Zwecke habe ich Kontakt mit dem Jobcenter aufgenommen und von dort reichlich Formulare erhalten, um einen Hartz IV Antrag zu stellen. Glücklicherweise haben wir die Formulare nur teilweise ausgefüllt, denn die können wir nun vernichten.

Tja, dann werde ich mal sehen wie ich mit dieser neuen Situation zurecht komme. Morgens aufstehen und sein Geld verdient haben…..nun ja, dafür habe ich nun auch 40 Jahre vorher was getan.

Ein Hobby habe ich, brauche ich mir keines zu suchen. Opa bin ich auch schon, eigentlich alles bestens….in diesem Sinne, ran an den neuen Lebensabschnitt!

 

 

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Rente

So, nun ist es soweit. Da ich krankheitsbedingt im April 2013 aus dem Berufsleben ausscheiden musste, dann nach Ende der Krankengeldzeit Oktober 2014 ausgesteuert wurde und seit dem als “ Krankgeschriebener ALG1 Empfänger“ das sogenannte Nahtlosigkeitsgeld beziehe, muss ich nun die Erwerbsminderungsrente beantragen. Ich habe von einem Kollegen die Adresse eines Rentenberaters erhalten, den ich kontaktierte und der mir dann eine Liste gab, auf der diverse Dokumente standen, die ich alle zusammentragen müsste.

Ich habe brav und artig alle Punkte dieser Liste abgearbeitet und mit allen Papieren bewaffnet den Rentenberater zum finalen Antrag besucht. Nach nur 1,5 Stunden war der Antrag ausgefüllt und nun heisst es warten wie die LVA entscheidet.

“ Ich habe brav und artig“ ist natürlich sowas von daneben, aber nun mal langsam.

Seit 1973 , Beginn meiner Ausbildung, habe ich eine Rentenversicherungsnummer die mich mein ganzes Leben begleitet hat. Unter dieser Nummer sind alle Beiträge die meine Arbeitgeber und ich in das Rentensystem eingezahlt haben akribisch aufgezählt. Basierend auf diesen Zahlen habe ich, bis vor meiner Krankheit, jedes Jahr eine Renteninformation erhalten, aus der hervorgeht, was ich an Rentenzahlung zu erwarten habe. Also sind alle Daten von mir geprüft und verifiziert, denn sonst könnte der Rententräger keine konkreten Rentenbeträge nennen.

Jetzt stelle ich hier mal die Frage, warum ich denn nun, wenn ich die Rente beantrage muss oder möchte, nicht einfach ein Satz wie: “ Der Versicherte XY, mit der Rentenversicherungsnummer 123…, möchte zum die 01.01.2017 die Rente beantragen. Grund: Arbeitsunfähig durch Krankheit, ärtzliche Atteste liegen bei. Mit freundlichen Grüssen….“ reicht. NEIN!!!

Ich musste eine Kopie meines Ausbildungsvertrages, meinen Gesellenbrief, alle Arbeitgeber die ich hatte und wann, eine Liste aller behandelnden Ärzte, eine Liste wann ich wie lange und warum in welchem Krankenhaus lag, welche Krankenkasse ich seit 1992 habe, Bescheinigungen der Krankenkasse wann ich ausgesteuert wurde, Bewilligungsbescheid des Arbeitsamtes und zu guter letzt ärtzliche Atteste. Hier war mein Onkologe sehr hilfsbereit und hat mir sehr schnell alles kopiert. Auch der Hausarzt wollte mir helfen, ging aber nicht so gut, da er erst seit 2003 eine EDV hat und somit erst in alten Unterlagen gesucht werden musste. Hat aber dann auch noch gut funktioniert. Alle anderen Ärzte, Pneumologe, HNO etc.,  haben ja immer Diagnoseberichte an den Hauarzt/Onkologen geschickt, somit blieb mir da eine Menge Rennerei erspart.

Das Zusammentragen der Dokumente hat gut und gerne 2 Tage gedauert und bei mir Magenschmerzen und sehr viel Wut erzeugt, weil ich den Sinn und Zweck einfach nicht verstehe. Ich weiss nicht wieso meine kpl. Vergangenheit noch einmal auf den Kopf gestellt wird. Weiterhin bin ich mir sicher, dass es eh von keinem gelesen wird. Nur die Arztberichte werden vielleicht betrachtet, um anhand der Diagnosen die Rente abzulehnen. Außerdem ist mein Nervenkostüm, durch die Krankheit, eh nicht mehr zum Besten bestellt…Das dann ein Fachmann, der Rentenberater, noch 1,5 Stunden damit beschäftigt ist die Anträge auzufüllen, hat mich ein nächstes mal umgehauen. Er wusste genau wo er welches Kreuz zu machen hatte und wo nicht. Ich persönlich hätte dazu 4-5 Stunden gebraucht oder wäre daran kpl. verzweifelt. Wahrscheinlich ist da eher das letztere…Ich weiss nicht mehr wieviel Seiten es waren, aber es waren sehr viele. Und auf jedem Blatt schön brav und gut lesbar die Rentenversicherungsnummer eintragen….

 

 

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Feddisch…

So, das war er, der letzte Stein:

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wobei der rote Pfeil den letzten Stein und der blaue Pfeil das letzte Loch markiert.

Es war jetzt im Nachhinein schon eine ganz schöne Plackerei, Tag für Tag, bei Regen und bei voller Sonne, 2 bis 3 Sack Mörtel zu verarbeiten.

Dann, zu guter letzt, auch noch den Zementschleier entfernen. Aber hier hat mir ein wirklicher guter Freund tatkräftig unter die Arme gegriffen und sehr, sehr fleißig den Schrubber geschwungen.  Ohne ihn hätte ich diese Arbeit niemals geschafft. Auch an dieser Stelle noch einmal ein ganz fettes Danke!!

Aber wie die Bilder beweisen:

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ES HAT SICH GELOHNT!

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Es geht voran

Das Material wurde geliefert, und prompt fing es an zu regnen. Aber nicht nur ein paar Schauer, nein steter Dauerregen. Also musste ich mir was überlegen, um auch bei diesem Sauwetter wenigstens ein wenig voran zu kommen. So habe ich eine Plane unter die Trägerkonstruktion des Weines genagelt. Diese muss ich nun zwar täglich mehrmals entleeren, da immer Wasser darin steht, aber das ist mir egal.

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Dann hat sich ein weiteres Problem aufgetan, was viel gravierender ist, als das nicht arbeiten können. Wir haben den Fertigmörtel mit Planen abgedeckt um das Material vor Regen zu schützen. Aber leider sind die Planen nicht ganz wasserdicht. Somit hat der Mörtel Wasser gezogen, was natürlich dazu führt, dass ich nun, zumindest an den Rändern der Säcke, einen massiven Stein habe. Ich muss nun, immer wenn ich neuen Mörtel anrühre, die Steinbrocken entfernen. Der Schaden, der nun mal da ist, hält sich aber noch in Grenzen. Ich hatte zuerst befürchtet, das die ganze Ladung Schrott sei….

 

Nun sieht es auf der Baustelle so aus:

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Mittlerweile habe ich ca. 7 qm verlegt und so langsam bekomme ich eine gewisse Routine. Das Wichtigste bei der ganzen Sache ist der Mörtel, dieser darf nicht zu feucht sein, dann sacken die schweren Steine ein, oder zu trocken, dann ist es schwierig den Stein zu positionieren. Zur Positionierung spanne ich mir eine Maurerschnur von der Laube bis zum Gartenbeet, das beinhaltet das Gefälle. Der Rest, vom Grill weg nach vorne, liegt alles im Lot der Wasserwaage.

Das bei der Größe dieses Projektes, keine Zeit für die MoBa ist, ist Schade, aber so ist es nun mal. Man muss im Leben halt Prioritäten setzen…

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nur noch 34,5 qm…

Mal wieder was von mir, und wie es in letzter Zeit so oft war, mal wieder nichts, oder nur sehr wenig, von der Modelleisenbahn. Erledigen wir die Modelleisenbahn mal zuerst:

ich habe aus diversen Gründen, auf die ich hier und jetzt nicht näher eingehen möchte,  an meiner Anlage nicht weiter gearbeitet. Aber  ich bin heilfroh, dass ich ein normaler Zweileiter Fahrer bin, warum? Ich kann meine Lokomotiven mit handelsüblichem Werkzeug, z.B. diesem hier:

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wunderbar reparieren. Dieses Universalset kostet gerade mal 5 Euro, wenn überhaupt. Da haben es die eingefleischten Dreileiter Fahrer schon schwerer, denn es gibt von der Firma mit dem großen M. , ein Werkzeugset, ganz speziell ausgesucht, nur für Dreileiter Lokomotiven. Und das hat seinen Preis! Da müssen schon 18 Euro für das hier:

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auf die Ladentheke gelegt werden. Unfassbar, aber wer es unbedingt braucht, bitte schön.

Tja, meine Krebstherapie zeigt positive Wirkung und somit haben wir uns an ein Projekt gewagt, dass schon lange, lange Thema bei uns war. Es geht um den Platz rund um unsere Gartenlaube. 35 qm Waschbetonplatten liegen dort seit über 30 Jahren und so ganz langsam wurden sie unansehnlich. Hier mal 2 Bilder vom Tatort

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So haben wir überlegt, auf die Waschbetonplatten, neue Steine, Polygonalplatten, zu verlegen. Somit ersparen wir uns das mühselige Abtragen und Entsorgen der alten Platten. Der Untergrund ist stabil und dient somit als gute Basis für die neuen Steine. Das Material, 35qm Polygonalplatten, 71 Sack Natursteinmörtel a 25 kg, 5 Sack Zementschlämme a 10 kg, wurde heute auf 5 Paletten angeliefert:

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und lagert nun vor unserer Garage. Natürlich juckte es mir in den Fingern, und so habe ich den ersten halben Quadratmeter schon mal verlegt:

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sieht schon ganz tako aus, und geht auch relativ einfach. Das Gute an der Sache ist, dass ich es ohne grosse Anstrengungen verlegen kann, denn die Steine sind nicht allzu schwer, den Mörtel rühre ich mit einer Maschine an. Somit ist die körperliche Belastung relativ gering und ich kann die Arbeit in aller Ruhe verrichten. Irgendwann bin ich dann damit fertig…..

Einen kleiner Nachtrag:

Die Steine und der Mörtel wurden von der Spedition vor unserer Garage abgeladen, da a) das Hoftor zu schmal für eine Europalette ist und b) der Hubwagen nicht über Rasen fahren kann. Eigentlich, durch das massive Gewicht, ein sicherer Standort, aber in der heutigen Zeit weiß man leider nicht mehr, was so einigen Zeitenossen so alles in den Sinn kommt. Also haben wir heute, mit nachbarschaftlicher Hilfe, die ganze Ladung in unseren Garten umgelagert. Alle Steine einzeln in eine Schubkarre laden, in den Garten fahren und dort wieder aufstapeln. Mit den 25 kg Säcken Mörtel ging es genau so. Was für eine Plackerei, aber nun lagert alles hier:

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Spielwarenmesse Nürnberg

Ein alter Arbeitskollege aus der MWO, mittlerweile Betreiber eines Modellbahnfachgeschäftes in Mülheim/Ruhr, lud mich ein, ihn zur Spielwarenmesse in Nürnberg zu begleiten. Ich musste erst einmal ein wenig überlegen, denn ich befinde mich z.Zt. leider wieder in einer Therapiephase, aber mir ging es körperlich gut, also sagte ich zu. So bestiegen wir Sonntag morgens, sehr zeitig,  einen ICE  um, um 10:00 Uhr pünktlich zum Messestart in Nürnberg zu sein. Was dort alles an Spielwaren angeboten wird hat mich erst einmal erschlagen. Ich wusste zwar im Hinterkopf, dass der Spielwarenmarkt groß sein muss, aber so etwas hatte ich nicht erwartet. Einfach überwältigend und erschreckend zugleich. Erschreckend dahin gehend, was die Kopierfreudigkeit betrifft. Ich habe nur im Vorbeigehen mindestens 4 Stände gesehen, die Produkte anboten, die den bekannten Legosteinen sehr, sehr ähnlich waren. Unglaublich….

Aber unser Ziel war ja eigentlich die Halle der Modelleisenbahner. Hier waren die übrig gebliebenen namhaften Hersteller selbstredent alle vertreten. Eins vorweg, ich habe keine Bilder gemacht. Wer Bilder von der Messe sucht, bitte bei Drehscheibe-Online suchen, dort gibt es massenhaft davon.

Mein Kollege hatte einen prall gefüllten Terminkalender, den es nun galt abzuarbeiten, was wir auch taten. So haben wir nach und nach alle Hersteller besucht und sehr oft sich doch verdammt ähnlich klingenden Aussage gehört. Es klang immer ungefähr so: hier haben wir unsere Neuheiten 2016, aber Vorsicht, es sind nicht mehr alle Artikel lieferbar. Eine nicht namentlich genannte Firma hat, den für sie interessanten, gesamten Neuheitenbestand aufgekauft. Von den noch verfügbaren Artikeln gibt es nur noch ein geringes Kontingent, also kaufe jetzt oder du schaust in die Röhre. Der Liefertermin wird dann 3. oder 4. Quartal 2016 sein.

Vielleicht ist das normal auf solchen Messen, aber für mich war das ein Erlebniss, das ich nicht verstehen kann. Die Hersteller kreiren neue Modelle, sind aber noch damit beschäftigt, die Bestellungen vom Vorjahr abzuarbeiten. Dann werden neue Hochglanzprospekte gedruckt, worin Modelle dargestellt werden, die entweder schon gar nicht mehr lieferbar sind oder aber mit Wartezeiten von einem 1 Jahr, Hallo? Da frage ich mich, wie ich das dem Kunden im Laden erklären soll….

Zur Ehrerettung der Hersteller muss aber gesagt werden, das sie diesen Missstand erkannt haben und die Palette der Neuheiten drastisch reduziert haben, immer hin! Es ist wohl auch eine Gratwanderung . Denn ohne Neuheiten droht wohl in dieser Branche der direkte Tod.

Wie schon gesagt, es ging von Hersteller zu Hersteller und der Tag verging wie im Flug. Unser Zug nach Hause fuhr um 19:01 Uhr ab Nürnberg Hbf und so waren wir gegen 23:00 Uhr wieder zu Hause. Alles in allem ein toller Tag. Ich bin mit meinem Liebliegszug, dem ICE auf der Hochgeschwindigkeitsstrecke  mit Tempo 289 km/h gefahren. Einfach nur geil.

So möchte ich hier an dieser Stelle einfach noch einmal Danke sagen!

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Na endlich……

Ich hatte ihn, ehrlich gesagt, schon ein wenig vermisst. Denn eigentlich stand er immer sofort auf der Matte, wenn sich irgendwo eine Farbdose auftat, es nach Leim roch oder sogar eine Säge anlief. Doch heute war er plötzlich wieder da:

Herr Ackermann

und er hat sich gleich Verstärkung mitgebracht. Ich bin mir zwar keiner Schuld bewusst und weiss auch nicht so recht, was er nun mit dem Polizeieinsatz beabsichtigt, aber warten wir es einfach mal ab.

IMG_20160106_102542Wie immer gewohnt lässig an seinem Bus angelehnt….

 

 

 

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oder ganz frech auf der gerade errichteten Mauer sitzend….

 

 

 

 

 

 

IMG_20160106_102911um dann auch noch den neu aufgeschütteten Erdhügel zu inspizieren….

 

 

 

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So sieht der Erdhügel nun aus, aber da war der gute Herr Ackermann schon wieder verschwunden.

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